Mit der Wiederverwendung sorgsam geborgener historischer Baustoffe vollzieht sich ein natürlicher Kreislauf, eine jahrhundertealte Tradition der Verwertung und Wertschätzung.
Dies ist auch aus ökologischer Sicht sinnvoll: Beim Produktrecycling mit stark erhöhten Personalkosten werden beim Abbruch die brauchbaren historische Baumaterialien sorgsam und unversehrt entnommen und unverändert eingesetzt.
Historischer Mauerstein bleibt historischer Mauerstein Altes Parkett bleibt altes Parkett Antikes Gitter bleibt antikes Gitter
Dem Produktrecycling kommt im Sinne einer Ressourcenschonung und einer Energieeinsparung eine qualitativ höhere Bedeutung zu, man spricht deshalb auch von Wertrecycling. Durch Wiederverwendung von historischen Baustoffen werden Ressourcen geschont und Energie gespart. Die Abfallmengen werden durch Bergung historischer Baustoffe verringert und durch den regionalen Einsatz werden Umweltverschmutzungen reduziert.
Für wiederverwendete antike Dachziegel muß keine Energie im Brennofen aufgewendet werden. Für alte Holzdielen in Zweitverwendung sind keine Bäume mehr zu fällen.
Dies ist ebenso aus ästhetischer Sicht sinnvoll: Das größte Kapital der historischen Baumaterialien ist deren Alter. Im fachgerechten Umgang und sinnvollen Einsatz wird dieser größte Vorteil von Spezialisten sorgsam erhalten, denn Alter und Patina ist durch nichts zu ersetzen. Den Reiz des Alters findet man in alten Holzdielen und alten Parketten, in historischen Türen und historischen Fenstern, antiken Treppen und historischen Beschlägen, altes Pflaster und antike Zäunen - immer sind es individuelle Baumaterialien mit notwendigen konstruktiven und ästhetischen Details, bei denen man sich auf Erfahrung der Anbieter verlassen muß.
Historische Baumaterialien verwandeln Jahr für Jahr die Benutzungsspuren der Bewohner in eine individuelle Patina, der moderne Kunststoff summiert dagegen die Schäbigkeit. Alte Häuser sind die Summe jahrhundertealter Erfahrung. Nur 5 - 6 historische Baustoffe wurden verwendet und waren verträglich miteinander kombinierbar. Ihre Qualität und ihr Verhalten war nach langer Erfahrung bekannt, entsprechende alte Handwerkstechniken haben sich traditionell mit angepaßten Rezepturen entwickelt. Haltbarkeit und Materialschönheit waren natürliche Zielsetzungen, jede Region entwickelte ihre Eigenarten, fand eigene Lösungen.
Vorindustrielle Erzeugnisse sind Produkte handwerklicher Arbeit. Sie tragen die Spuren menschlicher Tätigkeit und handwerklichen Geschicks. In der vergänglichen Materie ist als bleibender Wert die Tradition und die Ästhetik eingebunden. Individuelle Einzelleistung steht anstelle industrieller Norm, regionale Baukultur anstatt uniformierter Monotonie. Es sollte ein Anliegen sein, diese Kulturgüter für die Region zu bewahren. Historische Türen, alte Fenster, historische Klappläden, historische Beschläge, antike Eisentreppen, antike Gusssäulen, schmiedeeiserne historische Tore und antike Zäune, alte Parkette, antike Holztreppen, alte Dielen, historische PitchPine Bretter, antike Brunnentröge und handgestrichene alte Biberschwänze sind Zeugen ihrer Epoche. Sie werden bei gleichbleibender Wegwerfmentalität bald nur noch in Fotobänden zu bewundern sein.
Die moderne Industrie bietet eine bald unüberschaubare Vielfalt verschiedenster Baustoffe, auch für aberwitzige Bauaufgaben. Moderne Industriebaustoffe sind überregional einheitlich und genormt. Perfekte Maschinen stellen präzise und massenhaft Baumaterialien her. Ob Dachziegel oder Haustüren, ob in Bayern oder in Hamburg, die Kataloge haben nichts anderes zu bieten als Monotonie und Langeweile. Lokale Produzenten können nicht mehr konkurrieren. Es bleiben Großkonzerne, die überallhin das Gleiche liefern. Bedenkenlos werden unverträgliche Materialien kombiniert, oft als fertige Verbundstoffe, deren spätere Entsorgung Probleme bereiten werden. Unter Missachtung bauphysikalischer Zusammenhänge sind absehbare Bauschäden vorprogrammiert, die Weg-werfgesellschaft orientiert sich an vordergründigen Moden, bunte Kataloge versprechen Kurzlebigkeit. Schlimmer noch, wenn künstlich Patina kopiert wird, "aus Neu mach Alt", wenn Urkundenfälschung mit gutem Geld bezahlt wird.
Die Bewahrung von baulichen Kulturgütern ist eigentlich eine Verpflichtung. Diese am angestammten Ort zu erhalten, ist oberste Zielsetzung. Nur der Verbleib an seinem angestammten Platz macht es authentisch. Translozierungen als Bauteil oder gesamtes Haus sind allerletzte Rettungsmaßnahmen. Alle Häuser brauchen Reparaturen, alte wie neue. Man will Freude am schönen Besitz haben, stolz sein auf den überkommenen Bestand.
Eine alte historische Haustür muß nicht weggeworfen und durch eine geschmacklose Aluminiumtür Typ "Modernes Wohnen" ersetzt werden. Wie beim Auto erhalten Ersatzteile das Gesamtprodukt. So sind die Bauteile konstruiert, auch wenn mancher "Hand"-Werker das alte "Glompp" nicht anfassen mag - der schlaue Vertreter mit seinem bunten Katalog wartet schon. Eine originale historische Haustüre mit passenden historischen Beschlägen, behutsam an moderne Anforderungen wie Einbruchschutz und Wärmedämmung angepaßt und restauriert, ist deshalb in Händen entsprechender Fachleute preiswerter als jede moderne Kunststoff/Aluminiumscheußlichkeit. Prüfen Sie, ob Altes nicht erhalten werden kann; meist ist Instandsetzung preisgünstiger und schöner.
Ist durch einen Abriss der Verlust von baulichen Kulturgütern unumgänglich, sollten Verantwortliche verpflichtet sein, durch selektiven Rückbau relevante historische Baumaterialien zu bergen oder diesen in erfahrene Hände zu geben. Im Gegensatz zum Abriss bedeutet Bergung einen meist zeitintensiven Einsatz von Fachpersonal, wie ihn z.B. Kreislauf mit eigenen Spezialisten betreibt. Vor Ort findet im Einzelfall auch bei historisch wichtigen Bauteilen eine Dokumentation der Fundumstände statt, unter Hinzuziehung auch von Hausforschern und Archäologen. Dendrochronologische Altersbestimmungen sind u.a. ein wirksames Instrument der Kenntnisgewinnung. Ein Altbauarchitekt koordiniert Arbeitsabläufe und zieht im Zweifelsfalle bei statischen Problemen Tragwerksspezialisten hinzu.
Im Normal wird das geborgene historische Baumaterial in der Firma gereinigt, fotografiert, nummeriert, der Herkunftsnachweis erstellt und im sog. Bergezustand in den Ausstellungshallen den Interessenten präsentiert.
Privatpersonen, Kommunen und Restauratoren finden in gehobenem Ambiente der Fa. Kreislauf auf ca. 2.000 m² originale historische Baustoffe aus 4 Jahrhunderten für Haus und Garten. Es sind dies u.a.:
Historische Haus-, historische Wohnungs- und historische Zimmertüren, alte Fenster, antike Klappläden, antike Treppen, alte Dielen, antikes Parkett, historisches Pitchpine, alte Eichenbalken, historische Kastenschlösser, historische Knäufe, historische Drücker, historische Gußsäulen, historische Gitter, historische Zäune, altes Pflaster, antike Natursteinböden, alte Solnhofner Platten, historische Brunnen, historische Tröge, historische Gartenpavillons, historisches Elektro-, historisches Sanitär- und altes Heizungszubehör, Accessoires, Archivalien und vieles mehr...
Gekaufte Baumaterialien können auf Wunsch von den Fachleuten nach gemeinsamer Zielsetzung und Angebot restauriert und eingebaut werden. Auch für ausgefallene Vorstellungen finden sich bei den Spezialisten Lösungen - Kompetenz ist das Zauberwort. Zauberhaft sind manche Sonderausstellungen von Künstlern, die in den restaurierten Industriehallen der Jahrhundertwende großen Zuspruch finden. In einer Dauer-ausstellung werden hochwertige Ergebnisse aus der Welt der Intarsie und Tadelakt präsentiert.
Kompetente Infos und Tipps bieten die Insider in ihrem Internetauftritt www.kreislaufkirchheim.de an. Ein erfahrener Altbauarchitekt und engagierte Handwerker aus Holz, Metall, Stein und Putz kennen alte Techniken, bau-physikalische Zusammenhänge und bemühen sich, den alten Meistern auf die Spur zu kommen. Beratungen sind kostenlos, eine Terminabsprache ratsam:
Tel. 07021 95 85 55Unter www.kreislaufkirchheim.de werden auch Tipps rund um das Bauen als auch ein Materialleitfaden zu originalen historischen Baumaterialien gegeben. Es finden sich zudem reizvolle Beispiele für individuelle Lösungen für Haus und Garten.
