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...in eigener Sache...
Bisher fuhren wir immer zu Abbrüchen,
jetzt "kommt der Abbruch zu uns":
Die Nachbarfabrik muss einer modernen Wohn- und Geschäftsbebauung weichen. Unser ehrwürdiges Anwesen erhält zusehends eine Solitärstellung in einem ehedem geschäftigen Industriestandort am Ortsrand an einer Ausfallstraße, die zwar an Verkehrsaufkommen stetig zunimmt, an geschichtsträchtigen Bauten jedoch deutlich abnimmt.
Wenngleich der abgerissene Bau keinen architektonischen Meilenstein darstellte, wird der Grundstein zu Kirchheims Wohlstand und Entwicklung, gerade hier entlang des Flüsschens Lauter mit der Wasserkraft, wie auch mit dem Abriss der benachbarten Fa. Schlatter zuvor, kaum mehr erlebbar.
Die Wasserkraft der Lauter lieferte die Energie, um auch eine Schwerindustrie entstehen zu lassen; ab 1864 vereinfachte die königliche Eisenbahn den Handel mit potentiellen Abnehmern; ab 1899 erhielten wir selbst einen eigenen Bahnhof, während uns gegenüber der Fabrikant Max Weise in seiner Villa 1898 Karl May samt Gattin Emma empfing.
Am anderen Ende der Stadt logierte im August 1899 ein ganz anderer: Hermann Hesse verliebte sich in die Nichte des Kronenwirtes, die Bedienung Julie Hellmann, und schrieb die Erzählung "Lulu".
Mit seinen Freunden ließ sich Hermann Hesse vom Fotografen Otto Hofmann in dessen Atelier (vergleiche unsere Translozierung
("
... der letzte Mohikaner ...") fotografieren, womit wir wieder auf dieser, unserer Stadtseite angekommen sind.
Der Liason Hermann und Julie war jedoch kein langes Glück beschieden.
Der kurzfristigen Liason eines passionierten Baggerfahrers mit der Abbruchwand sollte man - so man mal die Zeit hat - unbedingt Aufmerksamkeit schenken. Die Millimeter-
arbeit mit dem 45 t. Bagger, die genaue Kenntnis statistischer Zusammenhänge, die Umsicht bei sicherheitsrelevanten Belangen - die "Jungs" sind keine "Brachialrambos" - sondern echte Virtuosen, die genau wissen, was sie tun.
So werden je nach Erfordernis hydraulisch mit dem Auslegerwechsel-
system häufig die Werkzeuge gewechselt. Es wird nicht stupide abgerissen, sondern behutsamer Rückbau samt Materialtrennung ist die Devise.
Bislang sind uns hier nur absolute Könner begegnet und wir bewundern immer wieder die Fähigkeiten von Mensch und Maschine, auch wie jüngst in allernächster Umgebung.
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..."Fundstücke, Schmuckstücke"... Ausstellung bei Kreislauf 2012
Wir freuten uns sehr nach längerer Pause wieder zu einer interessanten Ausstellung einladen zu dürfen.
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Der Horkheimer Künstler, Fotograf und Burgherr Hermann Bader zeigte mit seinem sehr individuellen Blick Stadien der Vergänglichkeit, die Schönheit des Ruins und den Zauber des Details.
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"Fundstücke, Schmuckstücke" zeigte Alltägliches im besonderen Gewand, Historisches in seiner Wandelbarkeit
und scheinbar Gültiges in neuem Zusammenhang.
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...Fachwerk-Ausstellung in Kirchheim/Teck 2012...
Nimmt man es genau, ist Fachwerk die Füllung (Ausfachung) der Fassade, zwischen den Hölzern, die als Fachwerk in der Fach-
welt eher als Holzgerüst, als Holzgefüge bezeichnet wird.
Wir nehmen es weniger genau und verweisen auf diese Fachwerkausstellung mit begleitender Fachwerktriennale und Fachvor-
trägen von versierten Fachleuten...laut Duden verbinden sich mit "Fach..." vieldutzende Begriffe, womit die Bedeutsamkeit hinreichend belegt ist.
In einer Stadt mit noch bestehender histo-
rischer Bausubstanz nach dem verheerenden Stadtbrand 1690 gilt es mit diesem Bestand sorgsam umzugehen.
Auf der nachahmungswürdige Ausstellung erhält der interessierte Besucher Informa-
tionen zum Zunftwesen, der Entwicklung des Fachwerkbaues, zum überkommenden Bestand im Ort.
Begleitend werden den Besuchern mit einem geborgenen Fachwerkgiebel wertvolle Tipps zur Instandhaltung bis zur Restaurierung auch unter bauökologischen Aspekten gegeben.
Die Teilnahme der Fa. Kreislauf mit origi-
nalen Exponaten widmen sich den Fenstern und Haustüren. Bei diesem Thema ist der Substanzverlust sehr groß, "Modernisierungen" mit Blick auf aktuelle Gesetzgebungen führen fast immer zum Abbruch. Wie es auch anders geht, auch oft wirtschaftlicher, ist Thema dieser Fachin-
formationen, selbstverständlich unter Einbe-
ziehung originaler "Ersatzteile", der Hinter-
grund einer Jahrhunderte altersüblichen Wiederverwendung.
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...skurril, staunenswert, unbekannt...
Lange Jahre haben wir so getan, als wüssten wir alles - so gab es auch in diesem öffent-
lichen Auftritt nie eine Sparte für Fragen, für ein berechtigtes Mitteilungsbedürfnis über den Warenkatalog hinaus, für eigene Belange.
Nach nun bald 30 Jahren Berufserfahrung in der Denkmalpflege tun wir so, als wüssten wir nichts - so gibt es nun diese Sparte mit der Bitte, verwundert den Kopf zu schütteln und uns den einen oder anderen Fingerzeig zukommen zu lassen.
Wir stellen hier rein, was uns nebenher um-
treibt, wo sonstige Zuordnungen schwerlich machbar sind und hoffen auf des "Internetz" wahren Kern: Kommunikation.
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..."Innereien verlassen das Haus"...
Diese Inszenierung des inzwischen vollzogenen Abbruches eines Hauses mit vor Ort gefundenen Materialien mit dem Untertitel
"Innereien verlassen das Haus"
ist eine geniale Darstellung der Würdelosig-
keit, die dem Entschluß folgt, wieder mal eine gewachsene Struktur aufzugeben, hier in exponierter Lage.
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Diese Installation der Architektenkollegen Peter Weigand und Lukasz Lendzinski paßt sehr gut zu unserem Tagtäglichem.
© umschichten.de (Fotos: David Graeter)
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...ein Dachs im Keller...
So heißt er wirklich, dieser Gasmotor, der "grünen Strom" produziert, die Wärme der Heizung zuführt und als dezentrale Anlage Kohlenstoffdioxid einspart.
Lange haben wir überlegt, ob wir für unser großes Faktoreigebäude diesen kostenin-
tensiven Schritt tun, aber wenn Freunde uns so unterstützen und beraten (Dank an Heide und Karle), fällt die Entscheidung schon leichter - oder hat das was mit der grünen Farbe zu tun, die unserem "Kreislaufgrün" ähnelt?
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Vergangene Heizperioden ließen uns gute Erfahrungen mit der Kraft-Wärme-Kopplungs-
anlage machen.
Obwohl unser Dachs gerade mal Waschmaschinengröße hat, sagt man auch Blockheizkraftwerk (BHKW) dazu.
Diese sog. stromerzeugenden Heizungen haben eine hervorragende Energie- und Ökobilanz ... und das Grün macht sich gut im Keller ...
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...Schreck in der Rechtskurve...
Gerade noch aus dem Augenwinkel gesehen und vor Schreck in der nächsten Rechts-
kurve fast geradeaus gefahren: das Foto mußte sein, die nächsten 50 km waren geprägt von Kopfschütteln...
Ein elend banales Industrieprodukt kam hier zur Verwendung, hier fanden sich Erzeuger und Verwender auf niedrigstem Niveau.
Ein knapper Meter entfernt und dazwischen liegen Welten, werden dem Besucher Bilder vermittelt - und was für welche ?!
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''So viel Sand un' kään Schippche''
Das fällt mir ein, nachdem ich Eure Website ''durchhabe''.
Danke für die vielen schönen Bilder und das Träumen - was könnte man nicht alles schönes machen, wenn man nur dürfte - oder den Platz dafür hätte - seufz.
Weiter so - und als Tipp/Wunsch: bitte ein Gästebuch.
Gruß und Dank
Gutmann, Frank
[Architektur und Sachverständigenbüro
Frank Gutmann]
Manche haben aber auch ein großes "Schippche" im Einsatz und haben sicher nicht im Traum daran gedacht, daß "so viel Sand" die tägliche Spielerei verderben kann... - das fiel uns zu dieser Mail ein, für deren Aufmunterung wir uns herzlich bedanken.
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...entspannter Anfang...
Genug gab es immer zu tun: unsere Fabrik restaurieren, Bergungsaktionen, Ausstel-
lungsgestaltung ...
... aber 1998 erlaubten wir uns noch, uns mit unserem Sortiment auf historischen Märkten zu präsentieren.
Natürlich werbewirksam mit einem Oldtimer (den hätten wir x-fach verkaufen können) und zur eigenen Gaudi, damit war auch der Son-
nenbrand am schattenlosen Platz schnell vergessen.
Abends wurde der schmale Erlös in Bier umgesetzt, die einhellige Meinung: gelohnt hat es sich nicht, aber ... - eigentlich sollten wir das mal wieder machen, zur Entspannung.
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...in eigener Sache...
Wir sind ebenfalls Hausbesitzer, auch mit der leidvollen Erfahrung, wenn der Handwer-
ker ausbleibt..., der Bagger seinen Geist aufgibt..., wenn die Farbe des Fugenmörtels wegen Fehlens eines roten Sandes nicht passt...
So dauert es mal wieder länger, als der planende und mitschaffende Architekt sich das so denkt.
Die Gestaltung des Außenbereiches samt Aufbau von Regaleinheiten war nun dringend notwendig geworden ("Unser Standort"), war auch lange angekündigt, geplant sowie Material beschafft worden und so fiel für die Baustelle im August 2010 der Startschuß, um dann gleich urlaubsbedingt wieder einzuschlafen.
Gestalterisch werden wir nicht vom Bauhofimage wegkommen, "nutzbare Funktionsbereiche", "staplergeeignet", "strukturierte Zugänglichkeit" waren die Schlagworte, wobei das Auge nicht zu kurz kommen soll, ist doch in unserem Industriegebiet ein pflanzliches Grün - und nicht nur unsere grüne "Kreislauffarbe" - ein bedeutsamer Aspekt.
Ansonsten wollen wir nicht dem adretten Dekorieren im nostalgischen Ambiente, wie in manchen Zeitschriften, wie "Landluft" oder "Toller Wohnen" zu finden, verfallen - dafür ist uns der ehrliche Umgang mit dem gebor-
genen Material viel zu wichtig.
Unsere Zukunft stellen wir uns eher so vor:
ein kleiner Ausritt mit dem Stapler führt am wohlgeordneten Warenbestand vorbei, zwischen Gräser und Büschen wohnen Igel und Hase und um die Ecke überrascht eine Lichtinstallation, bildhauert selbstvergessen ein Steinmetz oder träumt ein Oldtimer seiner besseren Zukunft entgegen.
So könnte es werden oder auch nicht - dafür haben wir ja den Planer. Und irgendwer kommt immer mit einer neuen Idee daher...
- Günter will bestimmt noch ein paar Stein-
chen setzen, Cemil baggert gern ein Baggerloch, Andi war immer schon der Meinung, mehr Holz zu zeigen, David will noch ein bissle mehr Weiss streichen, Hisham will endlich den Aussenbereich mit Licht fluten, während Petra neue Fleckchen sucht, die noch bepflanzt werden können...
- sprach man nicht während der Krise darüber, dass sich jener glücklich schätzen kann, der ein Gärtlein hat?!
Wir haben's dann !
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...dies irae...
Five to one, baby
One in five
No one here gets out alive, now
You get yours baby
I'll get mine
Gonna make it baby if we try ...
The Doors
...keiner kommt hier lebend raus...
Nun haben wir mit Angela Hildebrandt seit Jahren eine ernsthafte Künstlerin in ihrem Atelier im hinteren Fabrikbereich.
Ernsthaft haben wir gedacht - aber nun hat sie mit Petra Pfirmann einen Orden gegründet - the Piussisters ! "Seitdem wis-
sen sie nicht, was sie tun. Wissen nicht, ob Kunst eine Fuge ist. Aber sie wissen, dass sie gut ist" - sagen sie.
Und suchen den Dialog. 13 Tage lang im Rahmen einer 4 monatigen Aktion im Bahn-
wärterhaus in Esslingen.
Konstellationen, Konfrontationen, Instal-
lationen, Projektionen - die Dinge sind im Prozess. Nun meint Angela Hildebrandt selbst: "Es sei schon ganz schön schräg, der Ölwechsel am Motorrad von einer weiss-
gekleideten Dame, der gregorianische Chor live dazu..." und sie lacht dabei.
Die Piussisters scheinen ihre Performance zu genießen, setzen ihrer Fantasie keine Grenzen, haben "besänftigende Rituale (meditation / kontemplation / zelebration)" und drohen "keiner kommt hier lebend raus" - ganz schön schräg, der Orden.
Und wie steht es in der Gründungsschrift: "Es gibt Hierarchie. Herrschaft. Beton. Mensch oben und Mensch unten. Doch über den Piussisters ist nichts als die große Glocke. Sie läutet noch immer. Unter ihnen der Abgrund. Hinter ihnen die Trauer. Vor ihnen die Aufgabe. Im Inneren der Tinitus."
Es kann sein, dass wir nicht alles verstan-
den haben. Kann sein. Aber ab sofort ordnen wir skurrile Gestalten in unserem Aussenbe-
reich unter "Kunst" ein und versuchen, die Nutzungsrechte am Stapler aufrecht zu erhalten... gonna make it baby if we try.
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...Wiederverwendung - um jeden Preis?...
Schon grenzwertig... -nein, eigentlich daneben... zu schrill ! ...
Nach der ersten Überraschung kamen die Gedanken so nach und nach. Nun mag man uns im wilden Süden zugute halten, daß wir keine so ausgeprägten Erfahrungen mit der "Platte" haben, dem staatlichen Steuerungswerkzeug des Wohnungs-
bauprogrammes der DDR.
Mehr Wohnraum - neue Bautechniken - moderne Architektur: aus Betonfertigkeiten wurde bereits in den 20igern große Sied-
lungsbauten erstellt, effizient reproduzierbar und standardisiert.
Kein geringerer als Le Corbusier mit Unité d'Habitation verband damit eine offene Architektur und entsprechender Wohn-
philosophie. Die Abkehr vom Historismus war angesagt; Glasflächen, Lichthöfe, Stahl und Spannbeton mit ursprünglich kühnen Konstruktionen realisierten gesundes Wohnen.
Was hätte Le Corbusier wohl gedacht, wenn besagter Historismus sich wie an unserem Beispiel sozusagen heimlich beim Eingang wieder Zugang verschafft hat? "Merde"?
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...der Moment des Innehaltens...
Jeder kennt das - die Aufmerksamkeit fokus-
siert auf eine Begebenheit. Ein angenehmes Gefühl (Harmonie, Staunen, Freude, ...) stellt sich ein.
Neugierde, Herantreten, der Verstand analysiert bereits Zusammenhänge. Man freut sich, wie hier, an einer gewachse-
nen Ehrlichkeit, nicht replizierbar und für den Moment des Innehaltens eine Bereicherung, die den Tag anhält. Gefestigt das Wissen, dass wir mit dem Anspruch des Nachvoll-
ziehens mit gestalterischen Ersatzstücken dem sich selbst überlassenem Werden stets hinterher hinken werden ...
Was bleibt?
Dieser Moment zum einen; der Wunsch dazu zum anderen, man möge doch mehr den Wert auch kleinteiliger Begebenheiten erkennen, erhalten ...
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... Kreuzstockfenster nach 1650 ...
So war es immer - ein Loch in der Fassade bedarf eines Fensters, auch heute noch.
Unterlag früher die Gliederung und Gestaltung der technisch möglichen Glas-
herstellung (kleinteilige Gläser wurden zusammengefügt), so haben wir heute fast unbegrenzte Möglichkeiten.
War früher das Fenster hohes handwerk-
liches Können und traditionelles Gestal-
tungsmittel, so haben wir heute trotz aller Voraussetzungen kaum zu überbietende Banalitäten.
Hier haben wir ein über 350 Jahre altes, gebrauchsfähiges Fenster, heute stopfen wir 30-jährige Fenster als Verschleissartikel in die Tonne und reden fleissig über positive Ökobilanz.
Völlig intakt (nötige Holzreparaturen sind einfach), komplett erhaltene Mondgläser mit Verbleiung, vorhandene Originalbeschläge und ein Zeugnis hoher, repräsentativer Fensterbaukunst - führt uns die moderne Unzulänglichkeit vor Augen, in einer Zeit der bezuschussten Wegwerfmentalität.
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...unbekannt...
Mit diesen Beschlägen können wir nicht viel anfangen. Es sind keine Langbänder zu einem Tor, es fehlt die Bandrolle, die auch nicht entfernt wurde, weil da eine Verzierung sitzt.
Die Bänder, je 144 cm und 123 cm lang, sind aufwendig verziert und leicht hohl zur Unterseite gearbeitet. Die "Augen" am verdickten Ende sind auffallend groß mit ca. 28 mm.
Gedacht haben wir bereits an irgendwelche Kutschenbeschläge. Falls jemand etwas darüber weiß und uns weiterhelfen will, freuen wir uns ...
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...Malocher meets Beau...
Über Begegnungen der besonderen Art auf dem Sektor "Oldtimerei" freut sich unser rotes Betriebsmobil aus dem Jahre 1954, der seine Stand-Haftigkeit derzeit unter Beweis stellen muss, bis er dann wieder die Fern-
straßen Europas unter die Räder nimmt.
Unser Kreislauf-Team freut sich nicht minder über jede historische Bereicherung unseres Parkplatzes und bietet gerne auch einen sicheren Stellplatz für die wahren Kapitäne der Landstraße an, die mit ihren Schätzchen mal eben von Norwegen nach Portugal auf der eigenen Achse unterwegs sind.
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...Malocher meets Beau...
Die Begegnungen der besonderen Art
setzen sich fort.
Es wird doch keine Erfolgsstory werden ... ?
Unser Opel Blitz jedenfalls sieht's noch gelassen, aber doch erwartungsvoll.
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...Malocher meets Malocher...
Hatte der Ältere (Baujahr 1954) noch unter den nachkriegszeitlichen Aufbauarbeiten zu schuften, konnte der Jüngere (Baujahr 1972) bereits die Früchte dieser Leistung ernten.
Der VW-Bus T2 - mehr noch der T1 - ist heute ein sehr beliebtes Auto, eines, das seinerzeit das Straßenbild geprägt hat und heute bei vielen Erinnerungen hervorruft.
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...Malocher meets Jungspund...
Unser rotes Betriebsmobil scheint eigene Wege zu gehen, anders können wir den eher konspirativen Treff einer Ex-Feuerwehr mit einem Ex-Rettungswagen nicht werten.
Werten? Steht uns eher nicht zu, wenn es dem alten Roten zu langweilig wird und er mit jungen Spunden in Erfahrungsaustausch tritt. Hauptsache es bleibt ruhig im Hofe, ohne Blaulicht und tatü tata.
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...Malocher meets Beau...
Seidiger Lack, weisses Leder, üppiges Wurzelholz, rassige Linien - alles, was unser rotes Betriebsmobil nicht hat, dort ein V8-Rabauke, hier ein rustikaler Sechs-
zylinder, beide gleichermaßen durstig, aber Gegensätze ziehen sich an, vielleicht ist der Durst der gemeinsame Nenner.
Ein 79iger Aston Martin V8, der über David Brown seine Traktorenwurzeln (!) nicht verleugnen kann, wird sich daher trotz seinen um 300 PS im Rettungswesen und Arbeiter-
milieu nicht unwohl gefühlt haben. "Malocher unter sich?" - David Brown hatte es bereits Anfang der 70iger Jahre überhaupt nicht leicht ...
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...Malocher meets Kathmandu...
Einfach schön - ein unverbastelter, gesunder und nicht angehübschter Ami gibt sich die Ehre zu einem tête-à-tête mit unserem Blitz. Häufig muss inzwischen auf den Import dieser T1-Busse aus Amerika zurückge-
griffen werden, da der Bestand hierzulande vor Jahrzehnten von Handwerkern und Hippies, zwischen Katzenbach und Kathmandu, verschlissen wurden.
Der luftgekühlte Boxermotor war mit seinen 34 PS - später mehr - nie ein brachialer Triebsatz, aber völlig überladen, auf der Passstrasse auf 5000 Höhenmetern, hat's doch mit den letzten Kolbenstössen immer gereicht.
In den Tropen gabs manchmal "Beklemmungen" im 4. Zylinder wegen Überhitzung, aber da der Motor den Staub der Schotterpiste ansaugte, "wankelten" die Kolben ab 100.000 Km Laufleistung gegen jeden Kolbenklemmer an.
Welch' ein Unterschied zu heutigen Edelmotoren mit viel Elektronik bei all unseren Alltagautos, hier schon Ausfall bei Feuchtigkeit, dort klappte die Flussdurchquerung - solange folgendes deutlich ausfiel: die Ansaugung über Wasser und unter Wasser die Ausstoßung der Abgase, nur bei hoher Drehzahl.
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...Malocher meets "Designer"...
Das war eine Aufregung - im Hof grummelt ein unverbastelter, extrem seltener Panhard & Levassor von 1928, düftelte unverkennbar nach warmen Öl (10 Liter) und hatte klaglos die Fahrt von Hannover binnen 3 Tage über-
standen.
Wem sagt denn überhaupt noch diese älteste (?) Automobilmarke etwas?
Wer weiss denn noch, dass sich die edle Kundschaft dieser 20/30iger Jahre ihre Wunsch-Karosserie vom "Designer schneidern" ließ? Aber auch das firmen-
eigene Design galt bis in die 60iger Jahre als avantgardistisch. Da staunte unser Roter nicht schlecht, verlor gar etwas die Contenance wegen dieses Kollegen aus Frankreich.
In diesem 2-Sitzer bewies Raimund nicht zum ersten Male gutes Sitzfleisch - eine uns beiden Architekten durchaus verbindende Eigenschaft - und bei der kleinen Stadtrund-
fahrt zeigte der 2.344 cm³ Schiebermotor eine ordentliche Beschleunigung und der Fahrer viel Geduld und Können beim Rühren und Suchen nach dem passenden Gang des unsynchronisierten Getriebes.
Ein Oldtimer gehört auf die Straße, nicht ins Schaufenster. Es scheint, als schmiedet unser Roter neuerdings einschlägige Zukunftspläne, will sich wohl nicht vom Alter noch Schönheit beeinflussen lassen - schau' mer mal.
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...Malocher meets Kumpel...
Knitz und eigenwillig ist er ja, unser roter Blitz. Läd sich einen Kumpel aus alten Tagen zu sich auf den Hof ein und es ist wie vor vielen, vielen Jahren: beide unverändert, beide genauso cool, beide haben noch die gleichen Themen und keine Dialektprobleme schwäbisch / schwiizerdütsch :
"Haidenai, i han emmor dengd, nach deiner Ostrengung uff dr Fahrt von Alaska nach Feierland na dädsch di zur Ruhe setza" / "Gopf" ... ich bin doch nöd blöd und versuure doch nöd im Museum. Ich säg dir oppis: hinderem Horizont gots würkli wyter."
Und der Bubu (so heißt er, seit er 1978 für 125 Stutz [CHF] zu Heinz und Conny in Familienbesitz kam) weiß von was er schwätzt. Mit über 400.000 km auf dem Buckel überschritt er manche Horizonte, langsam zwar mit seinen heute unfassbaren 70/80 km/h max., aber die 44 PS/1500 ccm lassen die Eigentümer trocken und entspannt an manches Surfparadies gelangen ... good vibrations from the back, good vibrations inside. Ist es abends kühl, bullert der Ölofen (!) gemütlich vor sich hin, die Beach Boys legen mit "California Girls" nach und gut is ...
Nun ist der Bubu ein ganz seltener.
Ab August 1962 gab es von VW werkseitig die Variante "Hochraumkastenwagen" mit nun 6 cbm Ladevolumen, gedacht u.a. auch für die Post als fahrende Postämter. Noch seltener ist dabei der rechtsgelenkte Ex-Postbus, den die Schweizer insbesonde-
re zum Ausfahren von Post und Paketen orderten. Bubu mit Baujahr 1965 ist sich seiner originellen Erscheinung durchaus bewusst. Vor 40 Jahren hieß der Bubu noch "magic bus", vor 30 Jahren war es dann die "tolle Kiste", vor 15 Jahren nannten die Bewunderer ihn ein "geiles Gerät", heute hört man "super eyecatcher" - dem Bubu war es die letzten Jahrzehnte egal - Mode wechselt eben.
Es wird wie es wird und Kult? ... Gopf, morgen trifft es was anderes, die beiden alten Haudegen sehen es cool, die nächsten 50 Jahre fest im Visier, den nächsten Treff im Hof mal grob für 2039 festgelegt.
Und der ganz kleine Bubu auf dem Arma-
turenblech wird auch wieder mit dabei sein.
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