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...skurril, staunenswert, unbekannt...
Lange Jahre haben wir so getan, als wüssten wir alles - so gab es auch in diesem öffent-
lichen Auftritt nie eine Sparte für Fragen, für ein berechtigtes Mitteilungsbedürfnis über den Warenkatalog hinaus, für eigene Belange.
Nach nun bald 30 Jahren Berufserfahrung in der Denkmalpflege tun wir so, als wüssten wir nichts - so gibt es nun diese Sparte mit der Bitte, verwundert den Kopf zu schütteln und uns den einen oder anderen Fingerzeig zukommen zu lassen.
Wir stellen hier rein, was uns nebenher um-
treibt, wo sonstige Zuordnungen schwerlich machbar sind und hoffen auf des "Internets" wahren Kern: Kommunikation.
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..."Innereien verlassen das Haus"...
Eine Inszenierung des bevorstehenden Abbruches eines Hauses mit vor Ort gefundenen Materialien mit dem Untertitel
"Innereien verlassen das Haus"
- eine geniale Darstellung der Würdelosig-
keit, die dem Entschluß folgt, wieder mal eine gewachsene Struktur aufzugeben, und es bleibt wieder mal abzuwarten, ob die Würde moderner Ersatzbauten dem Vorgänger gerecht wird ...
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Diese Installation der Architektenkollegen Peter Weigand und Lukasz Lendzinski paßt sehr gut zu unserem Tagtäglichem.
© umschichten.de (Fotos: David Graeter)
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...ein Dachs im Keller...
So heißt er wirklich, dieser Gasmotor, der "grünen Strom" produziert, die Wärme der Heizung zuführt und als dezentrale Anlage Kohlenstoffdioxid einspart.
Lange haben wir überlegt, ob wir für unser großes Faktoreigebäude diesen kostenin-
tensiven Schritt tun, aber wenn Freunde uns so unterstützen und beraten (Dank an Heide und Karle), fällt die Entscheidung schon leichter - oder hat das was mit der grünen Farbe zu tun, die unserem "Kreislaufgrün" ähnelt?
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Diese Heizperiode werden wir somit unsere Erfahrung mit der Kraft-Wärme-Kopplungs-
anlage machen.
Obwohl unser Dachs gerade mal Waschmaschinengröße hat, sagt man auch Blockheizkraftwerk (BHKW) dazu.
Diese sog. stromerzeugenden Heizungen sollen eine hervorragende Energie- und Ökobilanz aufweisen. Wir werden sehen..., das Grün macht sich jedenfalls gut im Keller.
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...Schreck in der Rechtskurve...
Gerade noch aus dem Augenwinkel gesehen und vor Schreck in der nächsten Rechts-
kurve fast geradeaus gefahren: das Foto mußte sein, die nächsten 50 km waren geprägt von Kopfschütteln...
Ein elend banales Industrieprodukt kam hier zur Verwendung, hier fanden sich Erzeuger und Verwender auf niedrigstem Niveau.
Ein knapper Meter entfernt und dazwischen liegen Welten, werden dem Besucher Bilder vermittelt - und was für welche ?!
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''So viel Sand un' kään Schippche''
Das fällt mir ein, nachdem ich Eure Website ''durchhabe''.
Danke für die vielen schönen Bilder und das Träumen - was könnte man nicht alles schönes machen, wenn man nur dürfte - oder den Platz dafür hätte - seufz.
Weiter so - und als Tipp/Wunsch: bitte ein Gästebuch.
Gruß und Dank
Gutmann, Frank
[Architektur und Sachverständigenbüro
Frank Gutmann]
Manche haben aber auch ein großes "Schippche" im Einsatz und haben sicher nicht im Traum daran gedacht, daß "so viel Sand" die tägliche Spielerei verderben kann... - das fiel uns zu dieser Mail ein, für deren Aufmunterung wir uns herzlich bedanken.
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...entspannter Anfang...
Genug gab es immer zu tun: unsere Fabrik restaurieren, Bergungsaktionen, Ausstel-
lungsgestaltung ...
... aber 1998 erlaubten wir uns noch, uns mit unserem Sortiment auf historischen Märkten zu präsentieren.
Natürlich werbewirksam mit einem Oldtimer (den hätten wir x-fach verkaufen können) und zur eigenen Gaudi, damit war auch der Son-
nenbrand am schattenlosen Platz schnell vergessen.
Abends wurde der schmale Erlös in Bier umgesetzt, die einhellige Meinung: gelohnt hat es sich nicht, aber ... - eigentlich sollten wir das mal wieder machen, zur Entspannung.
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...Malocher meets Beau...
Über Begegnungen der besonderen Art auf dem Sektor "Oldtimerei" freut sich unser rotes Betriebsmobil aus dem Jahre 1954, der seine Stand-Haftigkeit derzeit unter Beweis stellen muss, bis er dann wieder die Fern-
straßen Europas unter die Räder nimmt.
Unser Kreislauf-Team freut sich nicht minder über jede historische Bereicherung unseres Parkplatzes und bietet gerne auch einen sicheren Stellplatz für die wahren Kapitäne der Landstraße an, die mit ihren Schätzchen mal eben von Norwegen nach Portugal auf der eigenen Achse unterwegs sind.
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...Malocher meets Beau...
Die Begegnungen der besonderen Art
setzen sich fort.
Es wird doch keine Erfolgsstory werden ... ?
Unser Opel Blitz jedenfalls sieht's noch gelassen, aber doch erwartungsvoll.
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...Malocher meets Malocher...
Hatte der Ältere (Baujahr 1954) noch unter den nachkriegszeitlichen Aufbauarbeiten zu schuften, konnte der Jüngere (Baujahr 1972) bereits die Früchte dieser Leistung ernten.
Der VW-Bus T2 - mehr noch der T1 - ist heute ein sehr beliebtes Auto, eines, das seinerzeit das Straßenbild geprägt hat und heute bei vielen Erinnerungen hervorruft.
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...in eigener Sache...
Wir sind ebenfalls Hausbesitzer, auch mit der leidvollen Erfahrung, wenn der Handwer-
ker ausbleibt..., der Bagger seinen Geist aufgibt..., wenn die Farbe des Fugenmörtels wegen Fehlens eines roten Sandes nicht passt...
So dauert es mal wieder länger, als der planende und mitschaffende Architekt sich das so denkt.
Die Gestaltung des Außenbereiches samt Aufbau von Regaleinheiten war nun dringend notwendig geworden ("Unser Standort"), war auch lange angekündigt, geplant sowie Material beschafft worden und so fiel für die Baustelle im August 2010 der Startschuß, um dann gleich urlaubsbedingt wieder einzuschlafen.
Gestalterisch werden wir nicht vom Bauhofimage wegkommen, "nutzbare Funktionsbereiche", "staplergeeignet", "strukturierte Zugänglichkeit" waren die Schlagworte, wobei das Auge nicht zu kurz kommen soll, ist doch in unserem Industriegebiet ein pflanzliches Grün - und nicht nur unsere grüne "Kreislauffarbe" - ein bedeutsamer Aspekt.
Ansonsten wollen wir nicht dem adretten Dekorieren im nostalgischen Ambiente, wie in manchen Zeitschriften, wie "Landluft" oder "Toller Wohnen" zu finden, verfallen - dafür ist uns der ehrliche Umgang mit dem gebor-
genen Material viel zu wichtig.
Unsere Zukunft stellen wir uns eher so vor:
ein kleiner Ausritt mit dem Stapler führt am wohlgeordneten Warenbestand vorbei, zwischen Gräser und Büschen wohnen Igel und Hase und um die Ecke überrascht eine Lichtinstallation, bildhauert selbstvergessen ein Steinmetz oder träumt ein Oldtimer seiner besseren Zukunft entgegen.
So könnte es werden oder auch nicht - dafür haben wir ja den Planer. Und irgendwer kommt immer mit einer neuen Idee daher...
- Günter will bestimmt noch ein paar Stein-
chen setzen, Cemil baggert gern ein Baggerloch, Andi war immer schon der Meinung, mehr Holz zu zeigen, David will noch ein bissle mehr Weiss streichen, Hisham will endlich den Aussenbereich mit Licht fluten, während Petra neue Fleckchen sucht, die noch bepflanzt werden können...
- sprach man nicht während der Krise darüber, dass sich jener glücklich schätzen kann, der ein Gärtlein hat?!
Wir haben's dann !
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...dies irae...
Five to one, baby
One in five
No one here gets out alive, now
You get yours baby
I'll get mine
Gonna make it baby if we try ...
The Doors
...keiner kommt hier lebend raus...
Nun haben wir mit Angela Hildebrandt seit Jahren eine ernsthafte Künstlerin in ihrem Atelier im hinteren Fabrikbereich.
Ernsthaft haben wir gedacht - aber nun hat sie mit Petra Pfirmann einen Orden gegründet - the Piussisters ! "Seitdem wis-
sen sie nicht, was sie tun. Wissen nicht, ob Kunst eine Fuge ist. Aber sie wissen, dass sie gut ist" - sagen sie.
Und suchen den Dialog. 13 Tage lang im Rahmen einer 4 monatigen Aktion im Bahn-
wärterhaus in Esslingen.
Konstellationen, Konfrontationen, Instal-
lationen, Projektionen - die Dinge sind im Prozess. Nun meint Angela Hildebrandt selbst: "Es sei schon ganz schön schräg, der Ölwechsel am Motorrad von einer weiss-
gekleideten Dame, der gregorianische Chor live dazu..." und sie lacht dabei.
Die Piussisters scheinen ihre Performance zu genießen, setzen ihrer Fantasie keine Grenzen, haben "besänftigende Rituale (meditation / kontemplation / zelebration)" und drohen "keiner kommt hier lebend raus" - ganz schön schräg, der Orden.
Und wie steht es in der Gründungsschrift: "Es gibt Hierarchie. Herrschaft. Beton. Mensch oben und Mensch unten. Doch über den Piussisters ist nichts als die große Glocke. Sie läutet noch immer. Unter ihnen der Abgrund. Hinter ihnen die Trauer. Vor ihnen die Aufgabe. Im Inneren der Tinitus."
Es kann sein, dass wir nicht alles verstan-
den haben. Kann sein. Aber ab sofort ordnen wir skurrile Gestalten in unserem Aussenbe-
reich unter "Kunst" ein und versuchen, die Nutzungsrechte am Stapler aufrecht zu erhalten... gonna make it baby if we try.
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...Wiederverwendung - um jeden Preis?...
Schon grenzwertig... -nein, eigentlich daneben... zu schrill ! ...
Nach der ersten Überraschung kamen die Gedanken so nach und nach. Nun mag man uns im wilden Süden zugute halten, daß wir keine so ausgeprägten Erfahrungen mit der "Platte" haben, dem staatlichen Steuerungswerkzeug des Wohnungs-
bauprogrammes der DDR.
Mehr Wohnraum - neue Bautechniken - moderne Architektur: aus Betonfertigkeiten wurde bereits in den 20igern große Sied-
lungsbauten erstellt, effizient reproduzierbar und standardisiert.
Kein geringerer als Le Corbusier mit Unité d'Habitation verband damit eine offene Architektur und entsprechender Wohn-
philosophie. Die Abkehr vom Historismus war angesagt; Glasflächen, Lichthöfe, Stahl und Spannbeton mit ursprünglich kühnen Konstruktionen realisierten gesundes Wohnen.
Was hätte Le Corbusier wohl gedacht, wenn besagter Historismus sich wie an unserem Beispiel sozusagen heimlich beim Eingang wieder Zugang verschafft hat? "Merde"?
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...unbekannt...
Mit diesen Beschlägen können wir nicht viel anfangen. Es sind keine Langbänder zu einem Tor, es fehlt die Bandrolle, die auch nicht entfernt wurde, weil da eine Verzierung sitzt.
Die Bänder, je 144 cm und 123 cm lang, sind aufwendig verziert und leicht hohl zur Unterseite gearbeitet. Die "Augen" am verdickten Ende sind auffallend groß mit ca. 28 mm.
Gedacht haben wir bereits an irgendwelche Kutschenbeschläge. Falls jemand etwas darüber weiß und uns weiterhelfen will, freuen wir uns ...
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...der Moment des Innehaltens...
Jeder kennt das - die Aufmerksamkeit fokus-
siert auf eine Begebenheit, ein angenehmes Gefühl (Harmonie, Staunen, Freude, ...) stellt sich ein.
Neugierde, Herantreten, der Verstand analysiert bereits Zusammenhänge, man freut sich, wie hier, an einer gewachse-
nen Ehrlichkeit, nicht replizierbar und für den Moment des Innehaltens eine Bereicherung, die den Tag anhält. Gefestigt das Wissen, dass wir mit dem Anspruch des Nachvoll-
ziehens mit gestalterischen Ersatzstücken dem sich selbst überlassenem Werden stets hinterher hinken werden ...
Was bleibt?
Dieser Moment zum einen. Der Wunsch dazu zum anderen, man möge doch mehr den Wert auch kleinteiliger Begebenheiten erkennen, erhalten, ...
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...der Moment des Innehaltens...
Den Blick schärfen für diese "Gestaltung ohne Gestalter" wollen wir mit einer reiz-
vollen Ausstellung bei uns, die wir bis Juni 2012 vorbereiten und bei der wir viele Momente des Innehaltens - hoffentlich - haben werden.
Gespannt sind wir schon darauf, wie wir besondere Einblicke, Eindrücke und Einsichten (?) vermitteln können.
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